Winterkurs 2007

Steirische Lawinenhunde auf ihre Einsatztauglichkeit „geprüft“ -  mit Bravour bestanden

„Man darf nie stehen bleiben, man darf nie mit dem Erreichten zufrieden sein, man muss den Blick immer auf neue Ziele richten um sich weiterzuentwickeln zu können – und wir wollen einfach die Besten sein!“ (Lawinenhundereferent Sepp Lederhaas)

In der Zeit von 14. – 19. Jänner 2007 fand heuer der Kurs der Steirischen Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel auf der Tauplitz statt. Bei idealen äußeren Temperaturen wurde die ganze Woche eifrig trainiert und geübt, denn am Ende der Woche stand für 18 Einsatzhunde sehr viel auf dem Spiel. Landesreferent der Lawinenhunde, Sepp Lederhaas, und der Ausbildungsleiter, Erwin Schume, hatten sich seit dem Sommer ein hohes Ziel gesetzt - alle steirischen Lawinenhunde sollen von nun an geprüft werden, und zwar von einem Leistungsrichter für Lawinen-, Vermissten- und Trümmersuchhunde. Dieser war bald gefunden in der Person von Luis Russegger, einem national und international anerkannten Leistungsrichter auf diesem Gebiet. Jeweils 10 Hundeführerteams wurden am Donnerstag und Freitag den ganzen Tag über in den verschiedensten Disziplinen von Unterordnung bis natürlich auch Lawinenhundearbeit geprüft. Am Freitagnachmittag stand dann das erfreuliche Ergebnis fest. Alle 18 angetretenen Teams hatten die schweren Prüfungen mit Bravour absolviert. Damit sind die steirischen Lawinenhunde Österreichweit die ersten geprüften Bergrettungshunde.

Am Freitag wurden die Hundeführer Walter Göttinger, Herbert Rust und Bernd Wimmer, im Rahmen einer kleinen Feier verabschiedet. Wie sagte ein sichtlich gerührter Herbert Rust: „Es war für meinen Hund und mich die schönste Zeit, im Kreise einer tollen Truppe, die ich nie missen möchte – diese Freundschaft, Kameradschaft und Herzlichkeit – einfach einzigartig!“

Von 2 Neuzugängen gibt es erfreulicher Weise auch zu berichten und einer dieser Neuzugänge schildert seine ersten Eindrücke von der Lawinenhundearbeit.

Mein Name ist Kendo und ich bin zwar erst ein paar Monate alt, aber ich darf trotzdem schon mit den „Großen“ spielen. Während mein einsatzfähiger Kollege systematisch ein Schneefeld absucht, beschäftigen sich ein netter „Zweibeiner“ mit mir! Toll, ich kann mich hier spielerisch austoben und werde trotzdem von diesem „Zweibeiner“ gelobt und belohnt!
Doch da ich jetzt schon ein wenig müde bin, werde ich mal sehen, was meine großen Kollegen so treiben. Mit der Nase im Schnee quert er immer noch das Schneefeld. Und nun fängt er zu bellen an und zu graben?! Ist da vielleicht ein Knochen drin? Und warum wird er für das Graben gelobt? Das ganze dürfte ihm ziemlich Spaß machen, man sieht zwar nur noch seinen Schwanz, aber der wedelt freudig durch die Lüfte! Oh, der Knochen kann ja sprechen und gehen?! Da war doch tatsächlich ein „Zweibeiner“ im Schnee vergraben? Und wie stolz sein Herrchen nun auf meinen Freund ist – und wieder wird gespielt, gespielt und gelobt. Eigenartige Kerle, diese „Zweibeiner“. Aber irgendwie macht das Spaß. Na wartet, wenn ich erst mal alt genug bin, dann mache ich das auch! Bekomm ich dann auch so ein schönes Abzeichen und eine Einsatzdecke? Oh, ich darf ja doch schon ran – und damit es nicht zu schwer wird – ist das Loch, in dem mein Herrchen jetzt verschwunden ist, noch offen. Ja nichts wie hin – Herrchen ich komme! Ich hab Dich! Wuff! Und wieder Lob und Freude – das macht Spaß!

Hier wird die Verträglichkeit geprüft

Ein anderer Hundeführer muss den Hund angreifen und herunterheben

Also, ich mag den Richter!
(Alina von HF Freidinger)

Auch das gehört zur Prüfung

Skidoo fahren - den Hund machts sichtlich Spass!

Spurgehen unter den gestrengen Augen des Prüfers

Gehorsamkeitsprüfung

ein Team - der Hundeführer und sein Lawinenhund

Analyse und Beurteilung

Letzter Prüfungsteil: Verschüttetensuche am Lawinenkegel

Beide haben es geschafft und mit Bravour bestanden: HF Mrnak mit seinem Orthos