Am Donnerstag (3. Februar 2005) Nachmittag kehrten 3 Jäger –
der 37-jährige Walter Kogler aus Treglwang, Berufsjäger der
Forstverwaltung Paltenstein, und seine Freunde und Jägerkollegen
Gottfried Grillhofer (60) aus Treglwang und Heribert Holzer (47) aus
Rottenmann – waren am Donnerstagnachmittag von einer Wildfütterung auf
der Haberlalm nicht zurückgekehrt.
Noch in der Nacht wurde eine Suchaktion
begonnen, die allerdings gegen 22 Uhr, wegen der extremen Lawinengefahr
abgebrochen werden musste.
Am Freitag (4.Februar
2005) setzten dann
Alpingendarmen und Bergretter mit 8 Lawinenhunden und der Hubschrauber
des Innenministeriums die Suche nach den Vermissten fort – bis es wieder
zu gefährlich wurde. Ein Sprengmeister des Bundesheeres sprengte am
Nachmittag drei Lawinen, welche eine vorübergehend Sperrung der
Bundesstraße und der Pyhrnautobahn zur Folge hatte.
Am Samstag (5.Februar
2005) lief ein
großangelegter Lawineneinsatz der Bergrettung an. Zahlreiche Bergretter
aus den umliegenden Ortsstellen waren noch in der Nacht via SMS von der
Landeswarnzentrale über den Einsatz informiert worden. Um 9 Uhr lief
eine konzertierte Suchaktion der Bergrettung mit Alpingendarmen an, an
der sich rund 100 Einsatzkräfte beteiligten. Als erstes wurden
Lawinenhunde auf den großen Kegel in der Paltenklamm gebracht. Schon
nach kurzer Zeit hatten die Hunde der beiden Lawinenhundeführer
Flatscher und Herzmaier an identischen Stellen angezeigt, dass hier
etwas vorhanden sein muss. Die nachrückenden Bergrettungsmänner begannen
nun mit Schaufeln die Fundstellen freizulegen. In mühvoller und schwerer
Arbeit ging es tiefer und tiefer bis man in 4m auf erste Teile des
Traktors stieß. Etwas weiter entfernt stieß man auf Teile des anderen
Fahrzeugs.
Die ungeheure Wucht der
Lawine hat die Fahrzeuge rund 400 Meter weit mitgerissen und sogar über
einen Wasserfall katapultiert. An manchen Stellen ist die Schneeschicht
bis zu 20 Meter dick. Am Nachmittag wurde dann ein Mini-Bagger mit einem
Black-Hawk-Hubschrauber zur Unglücksstelle geflogen. Bei Einbruch der
Dunkelheit wurde die Suche unterbrochen.
Am Sonntag (6.Februar
2005) wurden die
Einsatzkräfte von Bergrettung und Alpingendarmie von 40 Soldaten des
Bundesheeres unterstützt. Am Vortag hatte noch ein schwerer Radlader den
Weg bis in die Nähe des Unglücksorts freigeschaufelt um den Anmarsch der
Rettungskräfte zu erleichtern.
Den ganzen Tag über sondierten die
Einsatzmannschaften an der Unglücksstelle. Am Abend wurde dann die Suche
ergebnislos abgebrochen. „Es sind modernste Spezialsonden,
Metalldetektoren und Bagger zum Einsatz gekommen. Doch gab es keine
Möglichkeit, die Suche erfolgreich zu gestalten“, so Kurt Kalcher,
Leiter der Landeswarnzentrale.