Lawinenhund Serri findet
vermissten Bergsteiger

Deutscher Bergsteiger stürzte im Gesäuse tödlich ab

Der erfahrener Alpinist hatte bei seinem erstem Aufstieg aufs Hochtor eine schwierige Route gewählt.

Ein deutscher Bergsteiger, der seit Montag im obersteirischen Gesäuse abgängig war, ist am Donnerstag im Zuge einer Suchaktion tot aufgefunden worden. Der 38-jährige Alpinist hatte eine für die Wetterlage schwierige Route auf das Hochtor (2.369 m) gewählt und war beim Aufstieg abgestürzt.

Um 6.00 Uhr Morgens, des 20. September 2007, wurde unter anderem Dr. Gerhard Rupar mit Serri in das Gebiet des Hochtores von einem Hubschrauber des Innenministeriums geflogen. Der weitere Aufstieg war sowohl für Herr und Hund recht beschwerlich, lag doch noch eine beachtliche Menge Schnee im Bereich des Schneeloches, das Dr. Rupar abzusuchen hatte. Um 11.45 wurde der Suchhund plötzlich unruhig, nahm Witterung auf und begann nach kurzer Zeit an einer Stelle zu bellen und zu graben. Der herbeigeeilte Dr. Rupar fand auch sofort den Verunfallten, der allerdings bereits seit längerer Zeit tot gewesen sein dürfte. Nach den Schilderungen von Dr. Rupar muss sich der Unfall bereits am Sonntag ereignet haben, denn das Opfer war nur mit einer kurzen Hose bekleidet und ab Montag herrschte dann im Gebiet bereits Schlechtwetter. Er dürfte beim Abstieg von einem Schneerutsch mitgerissen worden sein und stürzte anschließend fast 60 m im freien Fall ins felsige Gelände, wobei er diesen Absturz leider nicht überlebt haben dürfte.

Das auf einem Parkplatz abgestellte und verwaiste Auto des Alpinisten aus Fichtach im bayrischen Wald gab den ersten Hinweis, dass ein Unglück passiert sein dürfte. Am Mittwoch gab es dann die erste Suchaktion mit Hubschrauberunterstützung, die wegen Schlechtwetters abgebrochen werden musste. 

"Bei diesen Verhältnissen ist die Schneelochroute ein ernstzunehmendes alpines Unterfangen", erklärte Einsatzleiter des Bergrettungsdienstes, Wolfgang Göschl. Der deutsche Bergsteiger, der als erfahren beschrieben wurde, soll das erste Mal in dieser Gegend unterwegs gewesen sein.