Lawinenopfer am Hochgrößen von Bergrettungshund gefunden (09.02.2014)

Am 09.02.2014, gegen 12:30 Uhr, wurde von der LWZ Steiermark ein Alarm über einen Lawinenunfall im Bereich Hochgrößen/Oppenberg/Bezirk Liezen/ ausgelöst. Eine Gruppe von 4 Schitourengehern hatten bei der Abfahrt vom Hochgrößen (2.115 m Seehöhe) eine Schneebrettlawine ausgelöst. Eine weibliche Person wurde dabei total verschüttet und hatte kein LVS-Gerät dabei.

Aufgrund der schlechten Witterung konnten die Hubschrauber des BMI und des ÖAMTC nicht in den Einsatz gehen. Über die LWZ Steiermark wurde ein Hubschrauber der Bundesheerkaserne Aigen/Ennstal angefordert.

Bei widrigen Wetterverhältnissen (starker Schneefall Nebel, Schneefall  und starker Wind) konnte der Pilot des Hubschraubers Alouette 3 einen Stoßtrupp mit Bergrettern, Alpinpolizisten und einem Lawinenhundeführer der Bergrettung in die Nähe des Lawinenkegels bringen. Nach einem kurzen Zustieg zum Lawinenkegel begannen die Einsatzkräfte sofort mit der Suche nach der verschütteten Person.

Nach kurzer Zeit zeigte der 4-jährige Lawinenhund „EYCK“ von Hundeführer Walter FLATSCHER das verschüttete Lawinenopfer an. Mittels Sonde konnte die Frau in einer Tiefe von ca 170 cm lokalisiert und mittels Schaufeln ausgegraben werden.

Das Opfer konnte nur noch tot geborgen und mittels  Seilbergung durch den Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres ins Tal geflogen werden.

Die Begleiter der verunglückten Tourengeherin wurden von den Bergrettern zu einem  Landeplatz gebracht und in weiterer Folge mit dem ÖAMTC-Hubschrauber C 14 (Pilot Andreas Wimmer)  aus Niederöblarn nach Oppenberg geflogen. 

Bei diesem Einsatz waren 55 Bergretter, 6 Alpinpolizisten und 9 Lawinenhundeführer der Bergrettung im Einsatz.

Dieser Einsatz hätte ohne den Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres und durch das rasche Auffinden des Opfers durch den Bergrettungslawinenhund vermutlich bis zum Einbruch der Dunkelheit gedauert.

Fotos: © Paul Sodamin / Willi Danklmaier
Text: © Willi Danklmaier