Lawinenhundekurs Winter 2012

 

In der Zeit vom 08. Jänner 2012 bis 13.01.2012 fand der 34 Lawinenhundekurs auf der Tauplitzalm statt. Bei hochwinterlichen Verhältnissen wurden die Teilnehmer sehr herzlich im Sporthotel Kirchenwirt empfangen. Am Montag hielt Ausbildungsleiter Reinhard Hirschmugl einen Vortrag über den Junghundeaufbau. In der A-Gruppe begannen 8 Junghundeführer mit der Ausbildung zum Lawinenhund. Nach der Theorie ging es in das Gelände und es wurde sehr eifrig gearbeitet. Die Einsatzhundeführer übten an diesem Tag auch das Ausgraben von Verschütteten nach der Methode des „Schneeförderbandes“.  

Am Dienstag wurde vom Referenten ein Vortrag über Lawineneinsatztaktik gehalten. Anschließend wurden Fallbeispiele von vergangenen Lawineneinsätzen aufgearbeitet. Danach gingen die Gruppen wieder in das Gelände und am Nachmittag erfolgte die Abfahrt nach Tauplitz. Nach einer kurzen Stärkung im Heimathaus von Stefan Mösselberger begaben sich die Teilnehmer teilweise zu Fuß oder per Sessellift wieder zum Kursstandort. 

Am Mittwoch hielt Dr. Peter Neubauer einen Vortrag über Lawinenkunde. Die neuen Erkenntnisse über Lawinenkunde vom Experten Georg Kronthaler des Bayrischen Lawinenwarndienstes wurden den Kursteilnehmern sehr praxisbezogen näher gebracht.

Nach der Theorie gingen die Hundeführer wieder in das Gelände und die A-Gruppe absolvierte ihre Überprüfung und alle Junghundeführer zeigten ihr Können. Die C und CW-Hundeführer arbeiteten an diesem Tag erstmalig mit der Tiefenvergrabung. Der erfahrene Hundeführer Hans Wurmbauer hatte einen Spezialbohrer entwickelt, mit welchem Löcher in die Schneedecke gebohrt werden konnten. Danach wurden Gegenstände in ca 2 m Tiefe vergraben, welche mit menschlichem Geruch kontaminiert  waren. Durch diese neue Methode konnten neue Erkenntnisse in der Lawinenarbeit durch Suchhunde gewonnen werden. 

Am Nachmittag stand ein interessanter Vortrag von einem Techniker der Fa. Telekom auf dem Programm. Wolfgang Schwabl reiste aus Wien an um den Bergrettern den genauen Ablauf bei der Peilung von abgängigen Personen zu erläutern. Die Hundeführer erhielten neue Informationen, welche bei den zukünftigen Sucheinsätzen  wichtige Anhaltspunkte bei der Einsatztaktik bilden können. 

Am Abend besuchte wie jedes Jahr der Stützpunkteiter Gerhard Brunner vom ÖAMTC die BRD-Hundeführer und hielt ein kurzes Referat über die Neuerungen bei der Flugrettung.

Am Donnerstag wurde von Hausherrn Franz Reischl eine gewaltige Lawine vorbereitet und die Einsatzhundeführer legten ihre jährliche Einsatzüberprüfung ab.

Der letzte Programmpunkt des Winterkurses am Freitag musste leider, aufgrund der schlechten Witterung, abgesagt werden. Die gemeinsame Schitour mit praktischen Arbeiten der neuen Lawinenkunde nach Kronthaler konnte aufgrund des starken Schneefalles und der stürmischen Verhältnisse nicht durchgeführt werden

Der Bundesreferent Sepp Lederhaas überzeugte sich mehrere Tage über die Arbeit in der Steirischen Bergrettung und bescheinigte den Kursteilnehmer einen sehr guten Ausbildungsstand.

Erstmalig nahmen am Winterkurs der Lawinenhundeführer auch 2 tschechische Bergretter mit ihren Suchhunden teil und es konnten so manche Erfahrungen ausgetauscht werden.

Der großartige Winterkurs ging leider mit einem kleinen Wehrmutstropfen zu Ende, da der Ausbildungsleiter Reinhard Hirschmugl sein Amt aus beruflichen und privaten Gründen zur Verfügung stellte.

Die Kameraden der Lawinenhundestaffel bedankten sich bei Reinhard sehr herzlich für seine tolle Arbeit in den vergangenen Jahren, freuten sich, dass er als Hundeführer der Staffel erhalten bleibt und wünschten ihm noch alles Gute.


"Schneeförderband"-Methode


"Schneeförderband"-Methode


Früh übt sich, wer ein Lawinenhund werden will...


Öffentlichkeitsarbeit durch Referent Willi Danklmaier


Vortrag Techniker der Fa. Telekom Wolfgang Schwabl


Vortrag Dr. Peter Neubauer


Lawinenhundereferent des Bundes Sepp Lederhaas


Lawinenhundereferent des Bundes Sepp Lederhaas


Früh übt sich....