|
Suchaktion nach abgängigen Jungbauern in Gössenberg
Der 28 jährige Landwirtssohn Josef SCHWAB, ist
seit 29.08.2011, 10:00 Uhr, von seinem Elternhof in 8966 Gössenberg,
Au Nr 1, abgängig. Vor seinem Verschwinden war er mit Arbeiten auf
dem Hof beschäftigt, bevor er spurlos verschwunden ist. Schwab
führte kein Bargeld bei sich und ein Unfall wird daher befürchtet.
Er dürfte zu Fuß weggegangen sein, seine Fahrzeuge stehen Zuhause
auf dem Anwesen. Laut Angaben der Angehörigen hatte er angeblich
keine psychischen Probleme, ein Suizid wurde nicht angekündigt.
Die Angehörigen suchten ihren Sohn während des
ganzen Tages und erstatteten erst am Abend die Abgängigkeitsanzeige.
Einen Tag nach seinem Verschwinden wurde der Hof beim Anwesen Moar
und die dazugehörenden Objekte von den Suchhunden des
Bergrettungsdienstes über Ersuchen der Polizei Haus/Ennstal intensiv
abgesucht. Franz Reischl und Ludwig Lengdorfer suchten mit der
Feuerwehr auch die nähere Umgebung in der Au bei Gössenberg ab, vom
Landwirtssohn fehlte aber jede Spur. In den folgenden Tagen wurden
wiederholt Suchaktionen von der Polizei mit Spezialhunden
(Leichensuchhunden) durchgeführt, welche jedoch ebenso ergebnislos
blieben.
Für Samstag den 03.09.2011 wurde daher von der
Alpinpolizei und der zuständigen OS Haus im Ennstal eine
großangelegte Suchaktion geplant. Für die Ortsstellen des Oberen
Ennstals wurde Gebietsalarm gegeben und insgesamt nahmen 140
Einsatzkräfte teil.
Der Einsatz wurde von der Alpinpolizei und der
Bergrettung mustergültig vorbereitet. Die Einsatzkräfte trafen sich
um 09:00 Uhr beim Depot der FF Aich und nach einer kurzen
Unterweisung über den aktuellen Stand der Ermittlungsergebnisse per
Power Point Präsentation, wurden binnen kürzester Zeit die Gruppen
zusammen gestellt.
Der Hof des Abgängigen wurde im Umkreis von bis
zu 3 Kilometer in Suchketten lückenlos durchkämmt. Die Suchteams
wurden mit Leichensuchhunden der Polizei, Bergrettungssuchhunden,
Suchhunde des ÖRHB und Smariterbund, unterstützt.
Die OS St Nikolai/Sölktal wurde mit einem HS
des BMfI im Bereich des Schafdaches abgesetzt und durchkämmten die
Eigenjagt des Abgängigen im Sölktal .
Der großartigen Bemühungen aller Beteiligten
blieb jedoch unbelohnt und die Suchaktion musste leider um 17:00 Uhr
ergebnislos abgebrochen werden.
Das große Rätselraten über den Verbleib des
vermissten Landwirtsohnes geht im oberen Ennstal somit weiter. Ein
Unfall, Suizid oder ein Verbrechen kann nicht ausgeschlossen werden. |