Suchaktion in der Ramsau am Dachstein 

Am Sonntag den 10.07.2011 kehrten die Hundeführer des Steirischen Bergrettungsdienstes von ihrem Sommerkurs zurück und bereits am nächsten Tag wurden sie zu einem Einsatz in die Ramsau/Dachstein gerufen. Eine 68-jährige Frau aus Wien war mit ihrer Bekannten von einer Wanderung im Bereich des Rittisberges nicht zurückgekehrt. Bereits in den Nachtstunden wurde von der Ortsstelle Ramsau/Dachstein eine Suchaktion ergebnislos durchgeführt.

Am Montag um 07:00 Uhr wurde eine neuerliche großangelegte Suchaktion durchgeführt. Von der BRD-Suchhundestaffel waren Danklmaier, Reischl und Lengdorfer mit der örtlichen Ortsstelle bei strömenden Regen im Einsatz. Mit der Freiwilligen Feuerwehr und einem HS des BMfI (Wärmebildkamera) wurde das Ramsauer Hochplateau nach der abgängigen Frau intensiv abgesucht.

Die Alpinpolizei fertigte von der gesuchten Frau Fahndungsblätter an und diese wurden von den Suchmannschaften auf den Wanderwegen angebracht. Im weiteren Verlauf gingen zahlreiche Hinweise ein und die Frau wurde zuletzt im Bereich Pichl-Vorberg gesehen. Um 15:00 Uhr wurde die Suchaktion jedoch erfolglos abgebrochen.

Gegen 18:35 Uhr wurde die abgängige Frau von einer Privatperson welche einen  Suchhund beim Verein „Lawinen- und Suchhundestaffel Dachstein ausgebildet hatte in einem Feuchtbiotop liegend aufgefunden. Heidrun M. unternahm mit ihrem Hund einen Spaziergang und erlangte durch die Fahndungsblätter Kenntnis von der Suchaktion und wählte daher die Route mit der späteren Auffindungsstelle. Die Frau wurde nach der Erstversorgung mit der Rettung in das Krankenhaus nach Schladming eingeliefert.

Laut Auskunft der Alpinpolizei lag die Frau fast 24 Stunden in ca. 80 cm hohen Farn und hätte eine weitere Nacht im Freien nicht überlebt.

Ein Menschenleben konnte durch Heidrun M. und ihrer Hündin Kora gerettet werden. Die Lawinenhundestaffel des Steirischen Bergrettungsdienstes freute sich mit dieser privaten Rettungsorganisation und gratulierte recht herzlich zu diesem  Erfolg. Die Rettung eines Menschenlebens sollte das Wichtigste sein, egal von welcher Organisation. Bei diesem Einsatz hat sich wiederum einmal gezeigt, dass ein Suchhund ein sehr  gutes Hilfsmittel in der Vermisstensuche sein kann.


Einsatzleitung FF-Depot Ramsau/Kulm


Fahndungsblätter von der vermissten Frau wurden auf den Wanderwegen angebracht


Flirhubschrauber des BMI mit der Wärmebildkamera im Einsatz


Suchmannschaften der OS Ramsau/D mit Hundeführern im Einsatz


Bergrettungshund Kaya bei der Vermisstensuche


Auffindungsstelle der vermissten Frau am Ende eines Forstweges durch einen  Suchhund