Lawineneinsatzübung am Triebenkogel
(Bergrettung Trieben, Hohentauern, Pöls und Mautern proben den Ernstfall, unterstützt durch die Lawinenhundestaffel sowie den Fliegerhorst Aigen)

Am 19.Februar 2011 fand eine spektakuläre Lawineneinsatzübung im Bereich des Triebentales statt. Simuliert wurde ein planmäßiger Lawineneinsatz im Vordertriebental mit der Beteiligung von vier Bergrettungsortsstellen, der Lawinenhundestaffel des Steirischen Bergrettungsdienstes, sowie einer Alouette des Österreichischen Bundesheeres. Der Bundesreferent der Lawinenhunde Österreichs, Sepp Lederhaas, war ebenfalls vertreten. Er läßt es sich nicht nehmen bei Übungen der Staffel gerne vor Ort zu sein, um sich sein eigenes Bild von der erfolgreichen Arbeit der Hunde und ihrer Führer zu machen.

Übungsannahme: Beim Aufstieg auf den Triebenkogel wird eine Gruppe von 6 Tourengehern von einer Lawine überrascht. Nur einer der Tourengeher entgeht dieser. Er muss allerdings ins Tal abfahren, weil er keinen Handyempfang hat. Beim Gasthof Braun schlägt er Alarm und die Landeswarnzentral alarmiert daraufhin die Ortsstellen Trieben, Hohentauern, Pöls und Mautern, sowie die Lawinenhundestaffel mittels SMS, über den Unglücksfall. Aufgrund der gebotenen Eile wird das Bundesheer in Aigen um Unterstützung ersucht, um den Mannschaftstransport auf den Berg durchzuführen. Die Nebelobergrenze erlaubt es gerade noch, daß in Aigen eine Alouette starten kann. Beim Gasthof Braun wird die Basiseinsatzleitung installiert, die vom Gebietsleiter Peter Strimitzer koordiniert wird. Am Berg ist Stefan Schröck der führende Einsatzleiter auf der Lawine. Nach und nach treffen die alarmierten BergretterInnen und Lawinenhundeführer ein und werden sofort ins Einsatzgebiet geflogen. Da die Nebelobergrenze allerdings bei knapp 1500m liegt, können die Einsatzmannschaften nur bis zur Kälberhütte auf 1442m geflogen werden. Von dort müssen sie noch knapp 300 Höhenmeter zur Unglücksstelle aufsteigen. Mit schnellstmöglichem Tempo steigen die BergretterInnen, schwerbepackt, mit Berge- und Rettungsmaterial, zur Unglücksstelle auf. Nach etwas über 2 Stunden sind sämtliche Opfer geborgen und versorgt und werden zur Kälberhütte gebracht und von dort mit dem Hubschrauber ausgeflogen.

Einmal mehr hat diese Übung deutlich gezeigt, wie wichtig für die Bergrettung und Alpinunfallopfer der Fliegerhorst Aigen ist. Nur durch die Unterstützung des Hubschraubers war es möglich, binnen kürzester Zeit 43 Bergretter und 15 Lawinenhundeführer in das Einsatzgebiet zu fliegen und so den „Lawinenopfern" eine größtmögliche Überlebenschance zu bieten.

Im Anschluss daran erfolgte noch die Einweisung für die Hundeführer am neuen Fluggerät des Innenministeriums.

Nachfolgend noch einige Impressionen der Übung


Einsatzbesprechung


Mannschaftstransport mittels Alouette


EL Stefan Schröck


Schneller Voraustrupp


Als erstes LVS-Suche


Stauräume werden sondiert


Das erste Opfer ist geborgen


Isy von HF Armin Auer


Armin Auer mit Isy im Sucheinsatz


Hans Wurmbauer mit Kendo


Christoph Stücklschwaiger mit Jup


Nachrückende Mannschaften


Schwerbepackt...


Schwerbepackt...


...es sammelt sich einiges an...


Abtransport eines geborgenen Opfers


Opfer und Mannschaften werden ausgeflogen


Einweisung in das neue Fluggerät des Innenministeriums


Referent Willi Danklmaier erklärt das Gerät...


...und wie man richtig mit dem Hund einsteigt


Von der Theorie zur Praxis: Gerhard Herzmaier hat mit seinem Sirk schon ein schweres Bröckerl zu heben...


...während sich Dr. Gerhard Rupar mit seinem Mikael schon etwas leichter tut!


Adacker mit Anuk


Lengdorfer mit Aiko


Schuster mit Ares


Günther mit Gina


Reischl


Grill mit Cora


Stücklschwaiger mit Jup


Von der Theorie zur Praxis...

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