Lawinenunfall Lamingegg (21.03.2010)

Nachdem ein Bergsteiger im Bereich Lamingegg ein frisches Schneebrett in welches zwei Abfahrtsspuren führten meldete, wurde vom EL.Vordernberg der EL.Tragöß verständigt. Nach einem Erkundungsflug des BMI-Hubschraubers wurden gegen 15:00 Uhr Hundeführer Patrick Stockreiter mit Rifka und der EL.Tragöß auf den riesigen Lawinenkegel geflogen. (Anrissbreite 300m, Lawinenlänge über 1000m, Auslaufzone ~6 Hektar groß) Bereits nach einer Minute zeigte Rifka an und mit dem LVS-Gerät war in einer Verschüttungstiefe von 6 Metern ein Signal ortbar.  Während nachfolgende Mannschaften mit der Bergung des Verschütteten beauftragt wurden, suchten weitere LVS-Mannschaften sowie sechs Lawinenhunde den Auslaufbereich ab und konnten einige Ausrüstungsgegenstände des Verunglückten sicherstellen. Aufgrund der großen Lawinengefahr wurde, um keine weiteren Personen zu gefährden,. die steile Lawinenbahn mittels Hubschraubersonde abgesucht. Gegen 19:30 wurde der Einsatz abgebrochen.  Nach Medienberichten erreichte gegen 21:00Uhr ein Anruf eines Tourengehers die Bergrettung Tragöß, welcher bestätigte, die Rinne am Tag zuvor befahren zu haben und somit für die zweite Einfahrtsspur "verantwortlich" zu sein.

Insgesamt waren 68 Bergretter, 6 Lawinensuchhunde, 5 Alpinpolizisten, 3 Ärzte und 3 Hubschrauber(2BMI und C12) sowie die freiwillige Feuerwehr Tragöß und das Rote Kreuz Bruck mit jeweils 3 Fahrzeugen im Einsatz.


Die riesige Lawine


Lawinenhund Rifka ortete den Verschütteten in 6m Tiefe


Suchmannschaft im Einsatz