Lawinenhundeführer im Dauereinsatz 

Am Samstag den 13.02.2010 kam es zum nächsten Lawinenunfall in der Steiermark. Auf dem Hauser Kaibling fuhr eine sechsköpfige Gruppe von slowakischen Urlaubern (4 Männer und 2 Frauen) vom Gipfel des „Hauser Kaibling“ Richtung Gumpental in den freien Schiraum ein. Dabei löste sich unterhalb des Gipfels ein Schneebrett mit einer Breite von ca. 50 m.

Drei Personen konnten dem Schneebrett ausweichen. Eine weibliche Person wurde vom Schneebrett erfasst und ca. 300 m durch eine 40 Grad steile Rinne mitgerissen.

Die 35-jährige Frau wurde von der Lawine verschüttet, wobei eine Hand aus den Schneemassen ragte und sie dadurch von den anderen Gruppenmitgliedern rasch geborgen werden konnte.

Die geborgene Frau war ansprechbar und erlitt bei diesem Lawinenunfall einen Halswirbelbruch und eine Unterarmfraktur.

Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber C 14 geborgen und in das DKH-Schladming geflogen und in weiterer Folge in dies UKH-Salzburg überstellt.

Bei diesem Lawinenunfall wurde sofort der diensthabende Hundeführer Hans Wurmbauer welcher auf dem Stützpunkt des Christophorus 14 in Niederöblarn war, auf den Lawinenkegel geflogen. Weiters waren die Hundeführer Willi Danklmaier und Christoph Stücklschweiger im Einsatz. Die Rettungskräfte wurden mit den Hubschraubern des ÖAMTC und des Bundesministerium für Inneres  auf den Unfallort geflogen. Aufgrund der hohen Lawinenwarnstufe 4 und der schlechten Sicht im Anrissbereich bestand für die Rettungskräfte eine große Gefahr von Nachlawinen. In diesem  äußerst schwierigem Gelände (teilweise über 40 Grad) bewährten sich die vorhandenen Strukturen, dass in diesem alpinen Gelände nur die Alpinpolizei und die Bergrettung samt BRD-Hundeführer in den Einsatz gehen, da diese Organisationen die entsprechende Ausbildung für dieses extreme Gelände haben. Ohne Zeitverzögerung konnte durch eine perfekte Rettungskette wieder ein Menschenleben gerettet werden.


Bild zeigt die Steilrinne unterhalb des Anrisses. Die verschüttete Frau wurde 310 Höhemeter durch diese Rinne mitgerissen.


Variantenfahrer welche die Lawine ausgelöst haben


 HF Hans Wurmbauer, der Bereitschaftsdienst hatte, wurde mit C 14 zum Unfallort geflogen


Der Referent wurde mit dem HS des BM f Inneres auf den Lawinenkegel gebracht.


Bergretter werden mit HS zum Lawinenkegel geflogen


Fundstelle des verschütteten Person auf dem Lawinenkegel

Dieses Bild zeigt den Anrissbereich auf dem Osthang des Hauser Kaibling
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