|
Der 32. Winterkurs der
Bergrettungslawinenhundestaffeln fand in der Zeit von 10 bis
15.Jänner 2010 wieder auf der Tauplitzalm statt. 23 Hundeführer
nahmen am Kurs teil und die größte Gruppe stellten mit 7 Junghunden
die A-Gruppe, womit für guten Nachwuchs in der Staffel gesorgt sein
sollte. Mit den drei neuen Mitgliedern, Christina Schnöll, Armin
Auer und Norbert Pichler, wurde eindrucksvoll dokumentiert, dass
wieder großes Interesse an der Ausbildung zum Lawinenhundeführer
herrscht.
Im Sporthotel Kirchenwirt war die gesamte Mannschaft bestens
untergebracht und Hausherr Franz Reischl sorgte mit seinem
Pistengerät während des gesamten Kursablaufes für optimale
Trainingsbedingungen.
Am ersten Kurstag wurde zum Kennen lernen und gewöhnen der Hunde
eine kleine Schitour unternommen. Am Montag begann nach einem
Vortrag von Reinhard Hirschmugl über die Ausbildung einen
Lawinenhundes nach den Richtlinien des ÖBRD ( 5 Phasensystem )
bereits in der einzelnen Gruppe die intensive Arbeit im Gelände.
Am Dienstag wurden vom Referenten die Vergraberichtlinien von
Figuranten und der Lawinenunfall vom Bruderkogel am 31.12.2009
vorgetragen.
Anschließend ging es wieder auf die
vorbereiteten Lawinenfelder und am Nachmittag wurde mit den Schiern
in das Tal abgefahren, um die Hunde an den Transport mit dem
Sessellift zu gewöhnen.
Im Tal gab es im Troadkasten eine kräftige
Stärkung durch selbst gemachte Krapfen von der Mutter des
Ausbildners Stefan Mösselberger und nach einer gemütlichen Rast ging
es mit dem Sessellift bergwärts.
Am Mittwoch begann LA Peter Strimitzer, welcher
bereits zum zweiten Male am Kurs der Lawinenhundeführer teilnahm,
mit einem interessanten Vortrag über Schnee und Lawinenkunde.
Anschließend ging es wieder in das Gelände und die beiden
Hundeführer Stefan Mösselberger und Andreas Güttersberger legten die
A-Hundeüberprüfung mit Erfolg ab.
Am Abend brachte Ausbildner Gerhard Herzmaier
zur Einstimmung für die bevorstehende Einsatzüberprüfung einen
Vortrag über den Ablauf in Tirol. Bei der Kursreflexion konnten der
Bundesreferent Sepp Lederhaas und der
Ausbildungsleiterstellvertreter Werner Lang begrüßt werden, welche
sich über den Ausbildungsstand der steirischen Lawinenhunde
überzeugen wollten.
Am Donnerstag fand für 16 Hundeführer die
Einsatzüberprüfung statt. Um einen tatsächlichen Einsatz zu
simulieren, wurden zweier Teams mit dem Hubschrauber der Kaserne
Aigen im Ennstal auf das Lawinenfeld geflogen. Die Übungsannahme
mit 4 verschütteten Personen war selbständig zu lösen und auf die
Einsatztaktik wurde besonderer Wert gelegt. Alle Einatzhundeführer
legten die Prüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab und zwischendurch
wurde mit den Junghunden ein Gewöhnungsflug absolviert.
Bei der anschließenden Urkundenverteilung
überbrachte Landesleiterstellvertreter Michael Miggitsch die besten
Grüße und gratulierte zu den Leistungen der Hundestaffel.
Weiters konnten noch Stützpunktleiter Gerhard
Brunner und der leitende Flugretter Api Prugger vom C 14 aus
Niederöblarn beim Kurs begrüßt werden. Die Anwesenheit dieser
Personen zeigte die große Verbundenheit mit der
Lawinenhundestaffel.
Am Freitag wurde zum Abschluss des Kurses noch
eine gemeinsame Schitour bei strahlendem Sonnenschein und einer
herrlichem Abfahrt unternommen.
Ein gelungener Winterkurs mit großartiger Kameradschaft ging auf der
Tauplitzalm zu Ende.
Nachfolgend einige Impressionen vom Winterkurs 2010 |