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Die Lawinenhundestaffel
hatte erstmals in den Sölktälern ihre "Zelte" aufgeschlagen, um dort
die Ausbildung im Sommer zu forcieren.
Der Naturpark Sölktäler liegt in der Steiermark in den Niederen
Tauern der Dachstein-Tauern-Region. Der Naturpark umfasst eine
Fläche von 277 km2, bestehend aus dem Großen und Kleinen Sölktal mit
einer Gesamteinwohnerzahl von 1.800.
Zahlreiche Bergseen sowie bewirtschaftete Almen charakterisieren den
Landschaftsraum dieses alpinen Naturparks.
In der Zeit von 10 bis 12.07.2009 fand der
Sommervermisstensuchhundelehrgang in St Nikolai im Sölktal statt. 22
Hundeführer nahmen am Kurs teil und somit war die Staffel bis auf 2
Hundeführer vollzählig angetreten. Hausherr Ludwig Lengdorfer
schaffte auf dem Sölkpaß ideale Bedingungen damit im hochalpinen
Gelände für den Ernstfall geübt werden konnte. Mit der BRD-Hütte von
der Ortsstelle St Nikolai hatten die Hundeführer einen
hervorragenden Standort für ihre täglichen Übungen gefunden.
Am Freitagnachmittag begann der Kurs mit
Aufbauarbeiten im Gelände und der erste Tag fand mit einer tollen
Nachübung ihren Abschluss. Um Mitternacht rückte das letzte Suchteam
bei der Hütte ein und alle Kursteilnehmer waren vom ersten Tag
begeistert. Besonders erfreulich war die Anwesenheit von Sepp
Lederhaas aus Graz, welcher wieder Mitglied in der BRD-Staffel ist
und im Herbst voraussichtlich das Amt des Bundesreferenten
übernehmen wird.
Am Samstag wurde gemeinsam mit Mitgliedern der
OS St Nikolai eine Einsatzüberprüfung abgehalten. Vier einheimische
BRD-Männer fungierten als Figuranten und die vermissten Personen
konnten in sehr großem Gelände von allen Einsatzhunden aufgefunden
werden.
Anschließend begaben sich die Hundeführer mit
ihren Vierbeiner noch zu einer Bergtour auf das Deneck (2433 m). Der
Gipfelsieg war eine Belohnung für alle Kursteilnehmer und wurde in
dieser Form erstmalig bei einem Sommerkurs durchgeführt.
Am späten Nachmittag kehrten die Teams zur
BRD-Hütte zurück und wurden vom Landesleiter Dr. Fritz Seidl
begrüßt. Bei einem gemeinsamen Grillabend verbrachten die
Hundeführer mit dem Landesleiter und den BRD Kameraden der
heimischen Ortsstelle einen gemütlichen Abend und die erfolgreiche
Übung wurde noch intensiv besprochen.
Bei der Schlussbesprechung hob Referent Willi
Danklmaier die große Einsatzbereitschaft jedes einzelnen
Hundeführers hervor und bedankte sich bei der OS St Nikolai für die
große Unterstützung. Durch diese gemeinsame Übung dürfte eine gute
Zusammenarbeit bei Sucheinsätzen mit den BRD-Kameraden der
Ortsstelle in Zukunft gewährleistet sein.
Am letzen Kurstag absolvierten 5
Junghundeführer noch erfolgreich die BGH 1 Prüfung unter Aufsicht
des Leistungsrichters Gerd Thanner, welche Voraussetzung für die
Ablegung der Lawinenhundeprüfung A als Einsatzhundeführer nach den
Richtlinien des Steirischen Bergrettungsdienstes darstellt.
Die Einsatzhundeführer übten im Gelände noch
die Anzeige ihrer Hunde, nachdem der abgängigen Person
blutverschmiert aufgefunden wurde. Diese Übungsannahme war durch die
Mitgliedschaft von 2 Medizinern (Dr. Neubauer und Dr. Rupar)
möglich, welche Blut von 2 Hundeführern abnehmen konnten und es auf
die Bekleidung der Abgängigen bringen konnten.
Diese für den Ernstfall realistische
Übungsannahme konnte ebenfalls positiv erfüllt werden.
Das Feedback über den abgelaufen Sommerkurs
verlief überaus zufrieden stellend und alle Teilnehmer zeigten sich
sehr begeistert über das Kursprogramm und die Arbeit des
Ausbildungsleiters und seiner Talschaftsführer.
Nachfolgend einige
Impressionen vom Kurs |