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In der Zeit vom 30. Juni bis
einschließlich 2. Juli 2006 fand das diesjährige
Sommerausbildungslager in der Gsollkurve, in Eisenerz statt. Dort
unterhält die Hundestaffel ein eigenes Trainingsgelände, wo ideale
Bedingungen für alle Arten der Vermisstensuche vorhanden sind.
Unübersichtliches Gelände, Bäche, Gestrüpp - einfach alles - um alle
Arten von Sucheinsätzen zu üben und zu trainieren.
Auf Einladung des Steirischen Lawinenhundereferenten Sepp Lederhaas
waren heuer 5 Hundeführer, sowie eine Hundeführerin, aus Tirol
angereist, um sich vom Ausbildungskonzept der Steirer ein eigenes
Bild zu machen. An der Spitze der Delegation stand der neue Referent
Alois Haselwanter. Während in der Steiermark rund 30 Hundeführer im
Einsatz stehen sind es in Tirol zwischen 65 – 70. Durch den starken
Tourismus halten sich die Einsätze in Tirol, was Sommer- und
Wintereinsätze angelangt, ziemlich die Waage. So verzeichneten die
Tiroler Hundeführer im Vorjahr fast 150 Einsätze während des
gesamten Jahres. Auch gibt es in Tirol, im Gegensatz zu der
Steiermark, bereits 2 Hundeführerinnen, die die schwierigen
Aufnahmekriterien geschafft haben.
An den drei Tagen wurde intensiv im Gelände, sowie auf dem
Ausbildungsplatz trainiert. Im Mittelpunkt der Ausbildung stand
heuer vor allem die Vermisstensuche sowie dem Training der
Junghunde. An allen drei Tagen stand der Ausbildungsleiter der
Steirischen Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel, Erwin Schume,
im Einsatz um alle Fragen zu beantworten bzw. mit den Hunden und
deren Führern zu arbeiten. Durch die schlechten
Witterungsbedingungen, Regen und starker Wind, wurde von den Hunden
das Letzte abverlangt. Insbesondere der starke Wind erschwerte die
Suche für die Hunde im Gelände beträchtlich. Dabei ist auch in
heutiger Zeit ein gut ausgebildeter und trainierter Rettungshund ein
unersetzbarer Helfer. Physische Aktivität beeinträchtigt über die
damit verbundene Erhöhung der Körpertemperatur die Riechleistung von
Hunden. Nach einer 20-minütigen Such- bzw. Laufbelastung steigt die
Körpertemperatur signifikant an und der Hund braucht eine Pause.
Umwelteinflüsse können die Riechleistung zusätzlich beeinflussen.
Eine ständig wechselnde Windrichtung wirkt sich ebenfalls negativ
auf die Fähigkeit von Suchhunden aus, Vermisste aufzuspüren. Eine
variable Windrichtung verdünnt die Duftstoffkonzentration und die
Hunde haben Schwierigkeiten, sich im Wind optimal auszurichten, um
möglichst viel Geruchsmoleküle aufzunehmen.
Alois Haselwanter (Lawinenhundereferent Tirol) zeigte sich vom hohen
Ausbildungsstand der Steirischen Lawinenhunde beeindruckt. „Wenn man
beobachtet, mit welcher Begeisterung und Freude die Hunde gemeinsam
mit ihren Führern jegliche Arbeit verrichten, sieht man, dass ihr
mit eurem Ausbildungskonzept auf dem richtigen Weg seid!“ |