Canyoningkoordinierung vom 13.-16.06.2013

Nach 2 jähriger Pause begab sich unsere Canyoningrettungsgruppe wieder ins Tessin, um die notwendige Koordinierungen abzuhalten. Die Region bietet uns eine große Anzahl zum Teil sehr schwieriger Canyons – ideal um unsere Übungen abzuhalten.

Am Donnerstag traten wir mit gemieteten VW Bussen die fast 9 stündige Reise an. Ziel war die Stadt Bellinzona, die wir am frühen Abend erreichten. In einer Jugendherberge bezogen wir Quartier.

In den Schweizer Bergen liegt heuer noch sehr viel Schnee und es herrschten Temperaturen von über 30°C. Diese Umstände ließen die Wasserpegel in den Schluchten enorm ansteigen.

Am Freitag begaben wir uns in eine sehr technische Schlucht. Viele komplizierte Seilmanöver waren notwendig, um sicher durch den tief ausgeschwemmten Canyon zu gelangen. Da unsere Gruppe mittlerweile sehr gut eingespielt ist, funktionierte fast alles reibungslos. Ich und auch die weiteren Ausbilder erkannten jedoch, dass in Lehrbüchern publizierte Lehrmeinungen nicht immer optimal funktionieren, speziell wenn der Wasserdruck aufgrund hoher Pegelstände groß ist.

In einer Ausbilderbesprechung im Anschluss der Tour wurden die diversen Problemsituationen ausgiebig diskutiert und nach Lösungen/Verbesserungen und Alternativen gesucht.

Um Kosten zu sparen organisierten wir unsere komplette Verpflegung selbst. Freitag und Samstagabend grillten wir unsere, in Supermärkten angekauften Speisen, was sich als sehr gesellig herausstellte. Interessant waren die dabei aufkommenden Fachgespräche der einzelnen Teilnehmer.

Am Samstag kletterten wir durch eine weitere sehr wasserreiche Schlucht. Die am Vortag aufgetretenen Probleme wurden auf ein Minimum reduziert – ein Zeichen dafür, dass unsere Systemverbesserungen fruchteten!

Den Sonntag verbrachten wir mit Trockentraining. Alle Seilsysteme und Seilbahnen wurden akribisch aufgebaut und beübt.

Anschließend traten wir die lange Heimreise in die Steiermark an. Es ist erfreulich, dass alle wieder gesund nach Hause gekommen sind!

Abschließend merke ich an, dass diese Koordinierung wieder ein weiterer wichtiger Schritt für eine hohe Schlagkräftigkeit unserer Gruppe war.

Bericht: Michael Kohlhofer Fotos: Canyoningrettungsgruppe