Canyoning Koodinierung 2009
(Bericht LLStv. Michael Miggitsch)

Die jährlich vorgeschriebene Koordinierung der Canyoning Rettungsgruppe erfolgte heuer in der Zeit vom 11. bis  14. 06. 2009 in Molina di Ledro  (Trentino/Italien). Die Vorbereitung und hervorragende Organisation erfolgte durch den Referenten Martin PIRCHER. 

Nach der Gründung der Canyoning Rettungsgruppe im Jahr 2004 und der erfolgten Grundausbildung bzw. der jährlichen Fortbildung, wurden in dieser Zeit alle Schluchten in der Steiermark begangen und auch beübt, zweimal davon sogar in der Nacht. Zusätzlich erfolgte die Ausbildung in den benachbarten Bundesländern Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich bzw. wird hier besonders die Zusammenarbeit mit den Canyoningrettern aus Niederösterreich und Oberösterreich geübt und in Alarmplänen organisiert. Es war daher das Ausbildungsziel, ein weiteres, aber auch anspruchsvolleres Einsatzgebiet kennen zu lernen, um eine zusätzliche Leistungssteigerung der Teilnehmer zu erzielen. 

Aus Kostengründen wurden nicht die gesamten Kosten von der Landesleitung übernommen sondern nur ein Pauschalbetrag und der Restbetrag musste von den Teilnehmern selbst bezahlt werden. Das Gebiet um den Gardasee, in erster Linie Arco, ist ja vielen Kameraden bekannt. Neben dem wunderbaren Klettergebiet und den unendlichen Mountainbiketouren gibt es in diesem Bereich aber auch einzigartige und anspruchsvolle Schluchten. 

Nach der Anreise mit dem Postautobus erfolgte die Unterbringung am Campingplatz in Molina di Ledro. Um weitere Kosten einzusparen, stellte sich der Ortsstellenleiter der Ortsstelle Gröbming, ZEFFERER Sepp, als Buslenker zur Verfügung und begleitete uns diese vier Tage. 

Nach der Anreise am Fronleichnamstag erfolgte das Beziehen des Basislagers und ein erster Ausrüstungscheck. Am Freitag ging es nach einer kurzen Wiederholung und einem Trockentraining in die erste Schlucht. Die Tour Palvico ist eine landschaftliche sehr reizvolle Tour, weil sie einen sehr grottenähnlichen Charakter hat und am Ende eine Abseilstelle über einen 50 Meter hohen Wasserfall. 

Die zweite Herausforderung war die Tour Rio Nero, eine technisch sehr anspruchsvolle Schlucht mit 26 Abseilstellen, die dementsprechend viel Zeit aber auch Kraft von den Teilnehmern forderte. Da immer in Kleingruppen gearbeitet wurde, konnte das gesamte technische Programm von allen Teilnehmern durchgeübt werden. Obwohl am Sonntag schon wieder die Heimreise erfolgte, konnte noch vorher in Campione die Tour Tignalga begangen werden. Eine sehr enge und tiefe Schlucht direkt am Gardasee, die anfangs eher erdrückend wirkt und sich am Ende öffnet mit einer herrlichen Kulisse dem Lago di Garda. 

Das intensive Ausbildungsprogramm an diesem verlängerten Wochenende war eine Herausforderung für jeden Teilnehmer. Das hohe Ausbildungsniveau und die Kameradschaft in der Gruppe sind aber Motivation hier noch mehr Leistungen zu erbringen. Bei dieser Koordinierung wurden auch drei neue Kameraden in die Canyoning Rettungsgruppe aufgenommen, die nach bereits erfolgter Ausbildung zum Schluchtenführer auch den bergrettungstechnischen Teil positiv absolviert haben. 

BECKER Jochen, JAUK Mario und PRENNER Ferdinand herzlich willkommen in der Canyoning Rettungsgruppe der Steirischen Bergrettung. Damit stehen in der Steiermark 25 ausgebildete Canyoningretter zur Verfügung. 

Am Ende der Koordinierung erhielten alle Teilnehmer ein Pololeibchen als einheitliches Bekleidungsstück. Dank der Organisation durch KOHLHOFER – FEICHTER  Michael konnte die Alpen-Apotheke Gröbming und der Medicom Verlag BRUCK a.d.M., wofür sich Dr. AHLSSON Willi einsetzte, als Sponsoren gewonnen werden, wodurch hier keine Kosten entstanden.

Am Ende des Kurses dankten Landesausbildungsleiter STAUDACHER Andreas und Landesleiter - Stellvertreter MIGGITSCH Michael dem Referenten, PIRCHER Martin, für die großartige Leistung und das hohe Niveau in der Gruppe, aber vor allem für die einzigartige Ausrichtung dieser Koordinierung.

Der Dank gilt aber auch allen Teilnehmern, den Ausbildnern, den Ärzten und unserem Buslenker, der uns wieder gut und sicher nach Hause brachte.